Start Aktuelles „Eine starke Welle besteht aus vielen Tropfen“

Als roter Faden zog sich dabei das Motto durch: Miteinander lachen – miteinander reden – miteinander sein und schloss sich damit der Erkenntnis von Anna Lindh an: Dialog reicht nicht – Begegnungen entscheiden.

Einmalig bei einer Konferenz dieser Größe und diesen Zuschnitts ist es gelungen, die dort entstandene Begeisterung umzuwandeln in eine positive Haltung gegenüber dem Ziel, durch breite zivilgesellschaftliche Aktivitäten aktiv mitzuwirken bei dieser politischen Vision. Auch hat die ALS zwei Plätze im politischen Gremium des Board of Governance.

Seit September 2010 ist nun die Ausschreibung für Projekte auf der Homepage der ALS zu finden. Der Fokus liegt dabei auf der sozialen und kulturellen Diversität. Es sind mindestens zwei Partner notwendig, wovon einer aus einem EU-Land und der andere aus einem Mittelmeer-Anrainerland kommen muss. Gewünscht wird, dass sich mehr Partner zusammenfinden und dass auch mehrere Mitglieder des jeweiligen nationalen ALS-Netzes gemeinsame Aktivitäten entwickeln.

Die Hauptzielgruppen sind weiterhin: Jugend – Migranten – Frauen. Der finanzielle Umfang von Seiten der ALS bewegt sich dabei zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Finanziert wird bis zu 60 Prozent.

Wie ist nun das nationale Netzwerk noch stärker als bisher zu aktivieren? Dazu wurden verschiedene Ideen diskutiert. Zentral wird dabei eine Common Action in der Zeit vom 8.3. bis 21.5.2011 sein, die als Programm mit verschiedenen Orten und Akteuren durchgeführt wird. Wir werden als Verein einen Beitrag dazu überlegen.

Auch ist angedacht, regionale und/oder thematische Treffen (Cluster-Treffen) zu initiieren, um mehr Netzwerksmitglieder zur aktiven Mitarbeit zu gewinnen. So bietet sich an, in München für die örtlichen Mitglieder und auch die aktuell neu Dazugekommenen ein kleines Format zu entwickeln.

Höhepunkt der Tagung war die Vorstellung des Anna-Lindh-Reports, der just-in-time erschienen ist und den der extra aus Alexandria (Ägypten) angereiste Netzwerkkoordinator Gianluca Solera vorstellte. Über 100 Gäste haben dabei an der Präsentation mit anschließender Diskussion sowie dem Empfang durch die Stadt Karlsruhe teilgenommen.

Es wird angedacht, diesen Report auch ins deutsche zu übersetzen. Überraschend sind vor allem die Vorstellungen über die „Anderen“ im Verhältnis zur jeweiligen Selbstwahrnehmung. Hier stecken eine Fülle an Informationen und Ideen, was in Projekten und Programmen unbedingt beachtet und aufgegriffen werden sollte.

Dank für die hervorragende Organisation durch das ZAK Zentrum für angewandte Kulturwissenschaft an der Uni Karlsruhe sowie an das Projektbüro Radius of Art in Kiel der Heinrich-Böll-Stiftung, ebenso an Stefan Winkler, den Koordinator für Deutschland beim Goethe-Institut.


Katrin Eckstein, radius of art / Flensburg